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Schwarze Oliven

 
Bereich 
Erlaubt!

„Schwarze Oliven“ können gefärbt sein

Verbraucherbeschwerde 

Etikettiert sind 'schwarze Oliven - entsteint'. In den Zutaten findet sich lediglich die Angabe Stabilisator E579. Dieser wird zum schwärzen von Oliven benutzt. Es handelt sich nicht um echte, schwarze Oliven. Die Angabe 'geschwärzt' fehlt auf dem Produkt. Irreführende, falsche Angaben.
Herr E. aus Krefeld vom 06.05.2014

Die Aufschrift weist auf schwarze Oliven hin, allerdings steht erst hinten im Kleingedruckten, dass diese Oliven gefärbt sind
Frau B. aus Augsburg vom 29.07.2013

In der Zutatenliste steht mit 3,0 % schwarzen Oliven (Oliven, Wasser, Salz, Stabilisator (Eisen-II-gluconat)) Das Eisen-II-gluconat wird zum Schwärzen von grünen Oliven verwendet. Daher müsste es meiner Meinung nach auf der Verpackung 3,0 % geschwärzte Oliven heißen.
Herr G. aus Dortmund vom 20.03.2013

Spanische schwarze Oliven. Enthält in der Zutatenliste Eisen-II-Gluconat, folglich sind des grüne Oliven die geschwärzt wurden.
Frau E. aus Linsen vom 29.05.2012

Es sind auf der Verpackung schwarze Oliven zu sehen, es steht auch "Oliven - schwarz" da. Es handelt sich aber um grüne Oliven, die mit Eisen-II-Gluconat gefärbt wurden. Und das von einem "Feinkost-Hersteller"....
Frau K. aus Kahla vom 28.08.2011

Ich habe in einer Zeitschrift gelesen: Wird bei Oliven in der Zutatenliste "Eisen-II-Gluconat" aufgeführt, handelt es sich um geschwärzte Oliven. "Eisen-II-Gluconat" wird bei diesem Produkt als Stabilisator angegeben. Das Etikett weist die Oliven aber als "schwarz" aus. Die Oliven müssten doch dann eigentlich als "geschwärzt" ausgewiesen werden, oder?
Frau H. aus Burgdorf vom 28.08.2011

Einschätzung der Verbraucherzentrale 

Zusammenfassung:

Bei „schwarzen Oliven“ in Fertigpackungen kann es sich tatsächlich um schwarz gefärbte grüne Oliven anstatt um natürlich gereifte, schwarze Oliven handeln. Das können Verbraucher nicht auf den ersten Blick erkennen. Denn der Gesetzgeber schreibt die Kenntlichmachung der Schwärzung für verpackte Ware nicht durch den Hinweis „geschwärzt“ sondern lediglich durch die Angabe von Eisensalzen in der Zutatenliste vor.
Nach Auffassung der Verbraucherzentrale ist diese Kenntlichmachung der Schwarzfärbung unzureichend. Geschwärzte Oliven sollten auch so bezeichnet und damit für Verbraucher leicht identifizierbar sein.

Darum geht’s:

In Gläser abgefüllte Oliven sind optisch als schwarz erkennbar. Der Produktname lautet ebenso wie die Bezeichnung „Schwarze Oliven“. In der Zutatenliste sind unter anderem Oliven und der Stabilisator Eisen-II-Gluconat aufgeführt.
Oliven können auf unterschiedliche Weise schwarz werden: Entweder sie reifen so lange am Baum, bis sie eine schwarz-violette Farbe annehmen, oder grüne Oliven werden mit den Eisensalzen Eisen-II-Gluconat (E 579)
oder Eisen-II-Lactat (E 585) geschwärzt.
Die Verbraucher haben aufgrund der Kennzeichnung „schwarze Oliven“ am Baum ausgereifte, natürlicherweise schwarze Oliven erwartet.

Das ist geregelt:

Laut Zusatzstoff-Zulassungsverordnung sind die Eisensalze Eisen-II-Gluconat (E 579) und Eisen-II-Lactat (E 585) für die Dunkelfärbung von Oliven zugelassen. Sie müssen mit der E-Nummer oder dem Namen in der Zutatenliste stehen. Sie sind offiziell „Stabilisatoren“ und keine Farbstoffe.

Für lose Ware ist die Kenntlichmachung „geschwärzt“ vorgeschrieben. Bei Fertigpackungen kann die Angabe entfallen, da die Zusatzstoffe in der Zutatenliste aufzuführen sind.

Nach der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), dürfen Informationen über Lebensmittel nicht irreführend sein, insbesondere in Bezug auf die Eigenschaften oder die Menge des Lebensmittels. Unter Eigenschaften wird unter anderem auch die Zusammensetzung eines Lebensmittels verstanden. Solche Irreführungen sind auch in der Werbung und in der Aufmachung und Darbietung des Lebensmittels unzulässig.

So sieht‘s die Verbraucherzentrale:

Verbraucher haben bei der Kennzeichnung „Schwarze Oliven“ auf der Schauseite unserer Ansicht nach keinen Grund diese Angabe durch einen Blick auf die Rückseite zu prüfen. Darüber hinaus können nur Eingeweihte anhand der in der Zutatenliste genannten Zusatzstoffe oder aus dem Begriff „Stabilisator“ darauf schließen, dass es sich bei den „schwarzen“ Oliven tatsächlich um geschwärzte grüne Oliven handelt.
Die Verbraucher werden hier unserer Meinung nach getäuscht.
Daher ist aus unserer Sicht auch unverständlich, wieso der Gesetzgeber nur für lose Ware die Kenntlichmachung „geschwärzt“ vorschreibt.

Fazit:

Anbieter von Oliven sollten ihre Ware so kennzeichnen, dass die Kunden geschwärzte leicht von sonnengereiften schwarzen Oliven unterscheiden können.
In der Zusatzstoffzulassungsverordnung sollte die Ausnahme von der Kennzeichnung „geschwärzt“ für fertig verpackte Oliven entfallen.

Stand 
4. Januar 2016