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dennree Bratöl Olive

 
Bereich 
Getäuscht?
Rubrik 
Kennzeichnung

Kein reines Olivenöl, sondern Ölmischung aus Oliven- und Sonnenblumenöl

Verbraucherbeschwerde 

Ich fühle mich durch die optische Aufmachung auf dem Frontetikett getäuscht. Auf dem Etikett wird dem Verbraucher Olivenöl suggeriert. Und auch die Aufschrift „Bratöl Olive“ lässt darauf schließen, dass es sich um ein reines Olivenöl handelt, welches zum Erhitzen geeignet ist. Auf der Rückseite der Flasche ist zu lesen: Ölmischung aus Olivenöl (51 %) und Sonnenblumenöl (49 %). Zutaten: Sonnenblumenöl desodoriert, Olivenöl desodoriert, Olivenöl nativ extra.


Frau B. aus Bruchsal vom 07.10.2015

Einschätzung der Verbraucherzentrale 

Zusammenfassung:

Das Bratöl Olive wird mit Abbildungen von Oliven auf dem Etikett beworben, so dass der Eindruck entsteht es handelt sich um reines Olivenöl. Verbraucher können sich getäuscht sehen, wenn der Inhalt aus einer Ölmischung mit nur 51 % Olivenöl und 49 % Sonnenblumenöl besteht. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte die Aufmachung des Etikettes mit den wesentlichen Zutaten des Lebensmittels übereinstimmen.

Darum geht’s:

Auf dem Etikett sind grüne Oliven abgebildet und in großer Schrift wird das Produkt als „Bratöl Olive“ ausgelobt. Die Bezeichnung auf der Rückseite lautet Ölmischung aus Olivenöl (51 %) und Sonnenblumenöl (49 %).

Das ist geregelt:

Laut Durchführungsverordnung mit Vermarktungsvorschriften für Olivenöl  muss eine Mischung von Olivenölen und anderen Pflanzenölen als „Mischung von Pflanzenölen (oder genaue Bezeichnung der betreffenden Pflanzenöle) mit Olivenöl“ bezeichnet werden, zusammen mit dem Prozentsatz des Olivenölanteils.
Bei Mischungen dürfen Bilder oder grafische Darstellungen nur dann auf den Olivenölgehalt hinweisen, wenn er mehr als 50 % beträgt.
Das ist bei dem Denree Bratöl der Fall.

Nach der Lebensmittelinformationsverordnung (Artikel 7 LMIV) dürfen Informationen über Lebensmittel nicht in die Irre führen, insbesondere in Bezug auf die Eigenschaften des Lebensmittels. Unter Eigenschaften wird unter anderem auch die Zusammensetzung eines Lebensmittels verstanden. Solche Irreführungen sind auch in der Werbung und in der Aufmachung und Darbietung des Lebensmittels unzulässig.

So sieht’s die Verbraucherzentrale:

Die bildliche Darstellung von Oliven auf dem Etikett zusammen mit dem Namenszug „Bratöl Olive“ können den Eindruck vermitteln, dass es sich um ein reines Olivenöl handelt. Verbraucher, die beim Kauf aufgrund dieser Darstellung von einem reinem Olivenöl ausgehen, können sich getäuscht sehen, wenn sie feststellen, dass es sich um eine Ölmischung aus Oliven- und Sonnenblumenöl handelt, die nur 51 % Olivenöl enthält. Nach unserer Einschätzung sollten Verbraucher sowohl die Hauptzutaten selbst als auch – zumindest in etwa – die Mengenverhältnisse aus den Abbildungen ableiten können. Wird jedoch eine Hauptzutat auf der Schauseite überhaupt nicht abgebildet und steht auch nicht im Produktnamen, ist eine solche Ableitung nicht möglich.

Fazit:

Der Anbieter sollte auf dem Etikett nicht nur Oliven, sondern auch Sonnenblumen abbilden und auch den Produktnamen auf der Vorderseite entsprechend anpassen. Zudem sollte die Bezeichnung „Mischung von Sonnenblumenöl mit 51 % Olivenöl“ korrekt angegeben werden.

Stellungnahme der dennree GmbH, Töpen

Kurzfassung:

Das „dennree Bratöl Olive“ ist zum Braten geeignet und besitzt gleichzeitig olivenöltypische sensorische Eigenschaften. Dies wird durch eine Mischung aus desodorierten Ölen und nativem Olivenöl extra erreicht. Da es die geschmacklichen Eigenschaften eines Olivenöls besitzt, wurde die Abbildung von Oliven gewählt. Die Zusammensetzung des Öls ist dem Zutatenverzeichnis auf dem Etikett zu entnehmen.

Stellungnahme Downloads

Stand 
23. Februar 2016