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Vorsicht vor unseriösen Heilversprechen im Internet!

Frau greift sich an den Kopf
© Picture-Factory - Fotolia.com

Nahrungsergänzungsmittel werden gerne mit gesundheitsbezogenen Angaben beworben. Ein Marktcheck der Verbraucherzentralen im Dezember 2014 zeigte, dass Hersteller gerne mit den Wirkungen übertreiben. So wird aus dem erlaubten Claim „trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“ beispielsweise die werbewirksamere Aussage „leistet einen wichtigen Beitrag zum Aufbau und der Funktionsfähigkeit der körpereigenen Abwehrkräfte".

In einem ganz anderen Ausmaß unseriöse Werbung findet man aber im Internet. Manche Websites strotzen nur so von Werbeclaims, die eine Heilung oder eine sichere Verhütung von Krankheiten versprechen. Von Krebs über Stoffwechselkrankheiten bis hin zu Demenzen: manche Anbieter schrecken mit ihren Heilversprechen vor nichts zurück. „Wissenschaftliche Studien“ sollen die Seriosität der Werbeaussagen unterstreichen. Schaut man sich die angeführten Studien genauer an, so erfüllen Sie meist nicht annähernd die Anforderungen an einen wissenschaftlichen Nachweis, wie sie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit für gesundheitsbezogene Angaben voraussetzt.

An den Betreibern solcher Websites scheint die „EU-Health-Claims-Verordnung“, die gesundheitsbezogene Angaben regelt, komplett vorbeigegangen zu sein – will man ihnen nicht unterstellen, dass sie die Käufer absichtlich täuschen.

Verärgerte Verbraucher meldeten uns einige solcher unseriöser Websites (Links s. unten). Sie sollen vor allem Hilfe bei Konzentrationsstörungen und Schutz vor der Alzheimer Erkrankung bieten. Sie versprachen unter anderem

  • körperlicher Stress zu neutralisieren
  • die Leistungsfähigkeit zu steigern
  • Gedächtnisverlust zu stoppen
  • das Erinnerungsvermögen dramatisch zu verbessern
  • das Gehirn von „Senile-Plaque-Ablagerungen“ zu befreien
  • das Gehirn zu entgiften
  • zu verhindern, dass man „blöd im Kopf wird“.

Wir raten Verbrauchern: Fallen Sie auf solche Versprechen nicht herein! Je extremer die versprochene Wirkung sein soll, umso unseriöser ist meist die dahinter stehende Firma. Sie will Ihnen lediglich das Geld aus der Tasche ziehen und spielt dafür nicht selten mit dem „Fünkchen Hoffnung“ von Betroffenen, dass es doch ein Wundermittel gibt. Lebensmittel können Krankheiten aber grundsätzlich nicht heilen oder sicher verhindern, sondern allenfalls einen Beitrag zur Gesundheit leisten.

Melden Sie uns unseriöse Internet-Werbung im Produktbereich.

Letzte Änderung 
1. April 2015
Hinweis

Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.