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Viel Diskussion um vegetarisches Schnitzel und vegane Currywurst

© Kitty - Fotolia.com

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat sich in einem Interview mit der Bildzeitung gegen Bezeichnungen wie „vegetarisches Schnitzel“ oder „vegane Currywurst“ ausgesprochen. Die Verweise auf klassische Produkte seien "komplett irreführend“ und verunsicherten die Verbraucher. Auch bei Lebensmittelklarheit gehen regelmäßig Beschwerden und Anfragen zu Fleischersatzprodukten ein, weil Verbraucher sie für unangemessen oder sogar täuschend ansehen. Andererseits zeigen Umfragen, dass Verbraucher den Verweis auf klassische Produkte schätzen.   

Verbraucher schätzen eine Kennzeichnung mit Bezug zu Fleisch und Wurst

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) aus dem Jahr 2015 ergab, dass Verbraucher die Verwechslungsgefahr zwischen tierischen und vegetarischen Produkten als gering einschätzen. Nur vier Prozent der Befragten gaben an, schon einmal versehentlich statt eines tierischen oder fleischhaltigen Lebensmittels ein vegetarisches oder veganes gekauft zu haben – oder umgekehrt.

Ein großer Teil der Konsumenten wünscht sich den Verweis auf herkömmliche Produkte sogar. Nur 38 Prozent der Befragten hielten es für sinnvoll, vegetarische oder vegane Lebensmittel mit neu kreierten Namen zu kennzeichnen wie zum Beispiel "Pflanzen-Bratling".

Ein ähnliches Ergebnis ergab eine nicht repräsentative Umfrage auf Lebensmittelklarheit.de. 78 Prozent der Teilnehmer wünschten sich demnach, dass die Geschmacksrichtung in der Bezeichnung genannt wird: 51 Prozent stimmten für die Bezeichnung "Vegetarischer Brotbelag mit Mortadella-Geschmack" und 27 Prozent für "Vegetarische Mortadella". 

Letzte Änderung 
5. Januar 2017
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Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.