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Studie: Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln in Deutschland

Nahrungsergänzungsmittel in der Hand
© rosinka79 - fotolia.com

Die repräsentative Studie sollte ermitteln, welche Nährstoffe am meisten in Form von Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden und ob die Einnahme zu viel des Guten werden kann.

Dafür wurden 1070 Anwender von Nahrungsergänzungsmitteln befragt. Als Grund für den Konsum nannten diese, dass sie etwas für ihre Gesundheit (78,8 Prozent) oder ihr Allgemeinbefinden (71,4 Prozent) tun wollen.

Im Durchschnitt nutzten sie 1,5 Produkte. Bei älteren Menschen kommen Mehrfachanwendungen tendenziell häufiger vor.

Hier die am meisten verwendeten Nährstoffe:

  • Magnesium (59,2 Prozent)
  • Vitamin C (52,6 Prozent)
  • Vitamin E (45,3 Prozent)
  • Calcium (37 Prozent)
  • Selen (23 Prozent)

Hinweise auf Überschreitungen der als sicher geltenden Höchstmengen, der so genannten ULs (Tolerable Upper Intake Levels), ergaben sich für die meisten Nährstoffe nur in sehr seltenen Fällen.

Eine Ausnahme ist Magnesium: Hier wurde bei 22 Prozent der Befragten eine Überschreitung der Höchstmenge (UL) bei Einnahme von Produkten mit über 250 mg pro Tag gefunden. Mögliche Nebenwirkungen können Verdauungsbeschwerden bis hin zu Durchfällen sein.

Vereinzelt wurde eine überhöhte Aufnahme auch für Vitamin A, Folat, Calcium und Zink ermittelt.

Laut Umfrage verwenden Verbraucher Nahrungsergänzungsmittel in der Regel entsprechend den Herstellerangaben. Die Hinweise auf der Verpackung beachteten 86 Prozent der Teilnehmer, 93 Prozent waren sich der möglichen Risiken einer überhöhten Zufuhr von Nährstoffen bewusst.

Die Studie wurde von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchgeführt. Sie wurde teilweise finanziell durch den Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (BLL) unterstützt. Die Studie wurde im Oktober 2015 veröffentlicht, die Daten wurden im August 2012 und im Februar/März 2013 erhoben.

Quelle: Leibniz Universität Hannover: Studie zu Nahrungsergänzungsmitteln untersucht Konsumverhalten (Link s. Randspalte)

Letzte Änderung 
2. März 2016
Hinweis

Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.

Kommentare

Das Jahr, wann die Studie durchgeführt wurde fehlt


Vielen Dank für den Hinweis, wir haben die Daten im Text ergänzt.