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Neuer Gesetzentwurf zu Allergenkennzeichnung bei loser Ware: Mündliche Auskunft soll ausreichen

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Ab 13. Dezember 2014 muss nach der neuen EU-Lebensmittelinformationsverordnung auch bei unverpackten Waren wie Brot oder Wurst beim Bäcker, Metzger oder an der Bedientheke über Allergene informiert werden. Die Art und Weise der Kennzeichnung legen dabei die nationalen Gesetzgeber fest.

Schon im Juli lag ein Gesetzesentwurf des BMEL vor, der nun aus Sicht der Verbraucherzentralen eher „verschlimmbessert“ wurde. Der neue Entwurf bricht mit dem bisherigen Grundsatz, dass über Allergene in erster Linie schriftlich informiert werden soll. Stattdessen ist die mündliche Auskunft nicht mehr nur in Ausnahmefällen, sondern in der Regel zugelassen.

Dafür soll die Dokumentation über enthaltene allergene Stoffe nun nicht mehr nur der Lebensmittelüberwachung zur Verfügung stehen sondern auch für den Verbraucher zugänglich sein – allerdings nur auf Nachfrage. Dazu, wie die Informationen für den Verbraucher verständlich aufbereitet werden und wie lange die Dokumentation aufbewahrt werden muss, gibt es keine genauen Vorgaben.

Quelle: VZBV Allergenkennzeichnung loser Ware: Mündliche Information schafft Unsicherheit, Meldung vom 20.11.2014

Einschätzung der Verbraucherzentrale

Eine ausschließlich mündliche Auskunftspflicht bewerten die Verbraucherzentralen in jedem Fall als unzureichend. Informationen sollten auch bei losen Waren grundsätzlich schriftlich dokumentiert, für den Verbraucher auf Wunsch einsehbar sein und für einen Zeitraum von mindestens vier Wochen aufbewahrt werden.

Letzte Änderung 
21. November 2014
Hinweis

Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.