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Neue gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln

Illustration zum Thema Gesundheit, Wohlbefinden © ag visuell – Fotolia.de

Eine ausgewogene Ernährung trägt zur Gesundheit bei und kann helfen, das Risiko für manche Krankheiten zu verringern.

Viele Lebensmittel werben deshalb gezielt mit gesundheitlichen Wirkungen, die ihr Verzehr bringen soll. Verbraucher sind oftmals bereit, für solche Lebensmittel tiefer in die Tasche zu greifen. Deshalb erfreut sich diese Marketing-Stategie seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Es entstand eine unüberschaubare Zahl von werbenden Gesundheitsversprechen, deren Wahrheitsgehalt für Verbraucher kaum nachprüfbar ist.

Die Europäische Kommission veröffentlichte deshalb 2012 eine Liste der zugelassenen Gesundheitsversprechen. Was nicht erlaubt ist, sollte fortan verboten sein. Die EU lässt gesundheitsbezogene Angaben nur dann zu, wenn die behauptete Wirkung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wissenschaftlich geprüft und positiv bewertet wird. Erlaubt sind derzeit 228 „Health Claims“.

Neu dazugekommen seit Januar 2014:

  • Getrocknete Pflaumen dürfen damit beworben werden, dass sie zu einer normalen Darmfunktion beitragen.
  • Die Aussage, dass Lebensmittel mit Fruktose (Fruchtzucker) den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lassen als Lebensmittel mit Glukose (Traubenzucker) oder normalem Haushaltszucker, darf künftig ebenfalls zur Werbung genutzt werden. Dadurch sind diese Lebensmittel aber nicht für Diabetiker geeignet.

Für Kohlenhydrate ist ab 13. Mai 2014 eine umstrittene Werbeaussage zugelassen: "Kohlenhydrate tragen zur Aufrechterhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei". Damit kann geworben werden, wenn das Lebensmittel bestimmte Anforderungen beim Zuckergehalt erfüllt. Denkbar ist, dass diese Angabe bei der Werbung für Brot und Backwaren, Nudeln, Trockenfrüchte oder Frühstücksflocken genutzt wird. Ohne dass diese Lebensmittel besondere Eigenschaften aufweisen – ein hoher Kohlenhydratanteil ist bei Getreideprodukten Standard –, erhalten sie so ein „gesundes Etikett“: Weißbrot und Toast genauso wie Vollkornbrot und Haferflocken.

Aus Sicht der Verbraucherzentrale ist diese Angabe für Käufer wenig hilfreich. Sie vermittelt den Eindruck, dass derart beworbene Lebensmittel „gesünder“ sind als vergleichbare Produkte.

Letzte Änderung 
7. Januar 2014
Hinweis

Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.