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Allergenkennzeichnungspflichten ab Dezember 2014: Privater Kuchenverkauf auf Schulfesten nicht betroffen

Foto: Dieter Schütz, Pixelio

Lebensmittelallergiker sind auf präzise Informationen über Zutaten und Inhaltsstoffe angewiesen. Die Lebensmittelkennzeichnung hilft ihnen hierbei.

Verpflichtend war die Allergenkennzeichnung bislang aber nur auf Fertigpackungen. Bei allen offen angebotenen Produkten wie Backwaren oder Feinkostsalaten mussten die potenziellen Allergene nicht gekennzeichnet werden. Wer unverpackte Lebensmittel (lose Ware) kaufte, konnte sich bisher also bestenfalls durch freiwillige Angaben der Anbieter informieren.

Mit dem Inkrafttreten der neuen Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) im Dezember 2014 wird sich das ändern. Die Verordnung schreibt vor, dass auch bei unverpackten Waren die Allergene zu deklarieren sind.

Dies gab Anlass zu manchen Spekulationen. Kritiker befürchteten das Aus für den Verkauf von Kuchen, Broten und Salaten auf Kindergartenfesten und Wohltätigkeitsbasaren. Privatpersonen seien mit den Kennzeichnungspflichten überfordert und würden sich aus Angst davor, ihre Produkte falsch zu deklarieren, nicht mehr trauen, dort Selbstgebackenes zu verkaufen.

Hierzu hat die EU nun klargestellt, dass die Kennzeichnungspflicht nicht solche „gelegentlichen“ Anbieter von Lebensmitteln betreffen soll. Sie soll für Unternehmen gelten, dagegen soll der gelegentliche Lebensmittelverkauf „z.B. bei Wohltätigkeitsveranstaltungen oder auf Märkten und Zusammenkünften auf lokaler Ebene […] nicht in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallen." Die EU-Mitgliedsstaaten, die die Verordnung in nationales Recht umsetzen müssen, sollen diese Umsetzung entsprechend gestalten.

Quelle: Presseinformation der Europäischen Kommission vom 29.10.2014

Letzte Änderung 
3. November 2014
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