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„Klartext Nahrungsergänzung“ deckt rechtliche Lücken auf

Nahrungsergänzungsmittel
© Tatjana Balzer - Fotolia.com

Ob Vitaminpulver oder Mineralstoffdragees: Nahrungsergänzungsmittel kommen häufig wie Arzneimittel daher, dabei zählen sie rechtlich als Lebensmittel. Viele Käufer erwarten daher eine heilende oder lindernde Wirkung der Produkte. Das zeigen auch zahlreiche Anfragen an das Portal www.klartext-nahrungsergaenzung.de. 100 Tage nach dem Start des interaktiven Online-Angebots ziehen die Verbraucherzentralen Zwischenbilanz: Mehr als eine viertel Million Seitenaufrufe, Fragen und Beschwerden offenbaren, dass Verbraucher verlässliche und anbieterunabhängige Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln benötigen.

Unklare Abgrenzung zu Arzneimitteln

Sowohl die Inhaltsstoffe von Nahrungsergänzungsmitteln als auch die Werbeaussagen ähneln oft denen von Arzneimitteln. Anbieter dürfen mit gesundheitsbezogenen Angaben auf Lebensmitteln allerdings nur dann werben, wenn diese für die enthaltenen Inhaltsstoffe zugelassen sind. Hersteller nutzen daher häufig ein Schlupfloch im Gesetz: Vielfach setzen sie den Produkten neben Vitaminen oder Mineralstoffen auch Stoffe wie Glucosamin, Astaxanthin oder Carnitin zu. Diese werden in der Produktaufmachung in den Vordergrund gerückt, ohne dass es für sie zugelassene gesundheitsbezogene Angaben gibt.

Die Anfragen an Klartext Nahrungsergänzung zeigen zudem: Die Empfehlungen für Nahrungsergänzungsmittel kommen in fast jedem zehnten Fall von Ärzten, Heilpraktikern oder Apothekern. Die Produkte sind jedoch nicht zur Linderung oder Heilung von Krankheiten vorgesehen. Sie dienen allein der Ergänzung der normalen Ernährung.      

www.klartext-nahrungsergaenzung.de warnt und klärt auf

Was viele Verbraucher nicht wissen: Anders als Arzneimittel durchlaufen Nahrungsergänzungsmittel kein behördliches Zulassungsverfahren mit Prüfung auf Wirksamkeit und Sicherheit, ehe sie auf den Markt kommen. Für die Sicherheit der Produkte ist allein der Hersteller verantwortlich – das birgt Risiken. Das Portal Klartext Nahrungsergänzung veröffentlicht aktuelle Warnungen zu Nahrungsergänzungsmitteln und klärt über unseriöse Verkaufsmethoden auf.

Die Verbraucherzentralen sehen dringenden Handlungsbedarf bei Gesetzgebung und Lebensmittelüberwachung, um die rechtlichen Lücken zu schließen und Nahrungsergänzungsmittel deutlicher von Arzneimitteln abzugrenzen.

Quelle: "100 Tage www.klartext-nahrungsergaenzung.de", Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Hessen vom 27.04.2017

Letzte Änderung 
27. April 2017
Hinweis

Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.

Kommentare

Die Nahrungsergänzungsmittel sind recht häufig einzige Möglichkeit, etwas beizukommen (z.B. Arthrose) und haben durchschlagenden Erfolg.
Eher muss man sich bei den Pharma-Produkten auf einen kritischen Standpunkt stellen.
MfG LF (mail geht gerade nicht)


Mir als Dalysepatient helfen Nahrungsergänzungsmittel sehr wohl,
nicht alles ist schlecht was die Nahrungsmittelindustrie herstellt und zum Verkauf anbietet. Es kommt auf die Situation an.