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„Frozen Yogurt“ – kalorienarmer und gesunder Trend?

Frozen Yogurt
© arinahabich - Fotolia.com

„Gefrorener Joghurt“ – das klingt nach einem leichten, leckeren Sommerdessert, nach natürlichem und gesundem Genuss. Tatsächlich ist Frozen Yogurt eine Art Joghurtsofteis, das meist aus Joghurtpulver, Joghurt und Milch hergestellt und in speziellen Maschinen mit Luft aufgeschlagen wird. Meist wird er in der „Natur“-Variante angeboten, es gibt ihn aber auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Die Bezeichnung „Frozen Yogurt“ steht dabei nicht für eine definierte Produktzusammensetzung. Er kann Zucker und Zusatzstoffe wie Süßstoffe, Säuerungsmittel, Verdickungsmittel, Emulgatoren, Farbstoffe und Aromen enthalten.
Frozen Yogurt gibt es in fettarmen und fettfreien Varianten, und auch die Zucker- und Eiweißgehalte variieren je nach Hersteller. Vermutlich das Hauptkriterium in puncto Kaloriensparen aber: Frozen Yogurt besteht bis zu 80 Prozent aus  – Luft…

Fett- und zuckerreduziert?


Beworben wird Frozen Yogurt vor allem als leichte Alternative zu herkömmlichem Eis. Tatsächlich enthält er aufgrund eines geringeren Fett- und Zuckergehaltes in der Natur-Variante etwa halb so viele Kalorien wie Sahneeis. Allerdings ist der Vergleich mit Sahneeis fragwürdig. Jogurtmilcheis oder Jogurteiscreme wären plausiblere Referenzprodukte –bei diesem Vergleich wäre der Unterschied in der Energiebilanz aber weit weniger überzeugend. Im Vergleich mit Fruchteis oder Milcheis auf Joghurtbasis gibt es nämlich kaum mehr Unterschiede im Energiegehalt.

Dabei spielt der Produktname „Frozen Yogurt“ durchaus mit der Assoziation, dass es sich ja „nur“ um gefrorenen Naturjoghurt handle. Verbraucher könnten also durchaus einen vergleichbaren Energiegehalt wie bei Naturjoghurt erwarten und mit gutem Gewissen zu einer großen Portion Frozen Yogurt greifen in dem Gedanken, trotz Genuss kalorienmäßig sparsam und gesundheitsbewusst zu sein.

Wird Frozen Yogurt explizit als „leicht“, „fettarm“ oder „kalorienreduziert“ beworben, müssen die Vorschriften für nährwertbezogene Angaben eingehalten werden. Bei einem "leichten" Produkt muss beispielsweise angegeben sein, welche besonderen Eigenschaften es aufweist und womit es verglichen wird. Bezieht sich die Angabe auf einen reduzierten Gehalt an Zucker oder Fett, so muss es von dem genannten Nährstoff mindestens 30 Prozent weniger enthalten als das angegebene Vergleichsprodukt. Das gleiche gilt für „kalorienreduzierte“ Varianten: Auch diese müssen 30 Prozent weniger Energie liefern als das genannte Pendant.

Frozen Yogurt wird aber meist mit so genannten Toppings verziert. Und die sind entscheidend für den tatsächlichen Energiegehalt. Im Angebot sind oft Früchte, Fruchtsoßen, Schokolinsen, Marshmellows, Nüsse, Keksstückchen, Schokolade oder Gummibären. Wählt man kalorienreiche Garnierungen wie Schokolade oder Nüsse, kann sich der Kaloriengehalt der Süßspeise dadurch verdoppeln.

Gesundheitsbezogene Werbeaussagen untersagt


Einige Anbieter bewarben Frozen Yogurt mit einer positiven Wirkung auf das Immunsystem aufgrund der enthaltenen probiotischen Kulturen. Seit Dezember 2012 ist das nichtmehr erlaubt, weil deren Wirkung nicht wissenschaftlich belegt ist.

Letzte Änderung 
24. April 2014
Hinweis

Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.