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Aromastoffe in Baby-Beikost – Marktcheck

Marktcheck Baby-Beikost, überprüfte Produkte mit Aromastoffen
Foto: Verbraucherzentrale Hessen

Aromastoffe sind in Beikost zulässig. Rund zwei Drittel der Anbieter nutzen diese Rechtslage aus und aromatisieren Breie, Joghurts und Co. schon für Babys ab dem 5. Monat.

Das zeigt ein aktueller Marktcheck der Verbraucherzentrale Hessen in Frankfurt und Wiesbaden mit 25 Baby-Beikost-Produkten.

Sieben von elf Anbietern, darunter Nestlé (Alete, Beba), Humana, Milupa, Babydream (Rossmann-Eigenmarke), Milasan und Bebivita setzen in 15 der überprüften Produkte Aromen ein, überwiegend Vanillearoma. Bebivita setzt in einem Produkt Vanilleextrakt ein, der zwar aus echter Vanille gewonnen wird, aber im Babybrei ebenfalls überflüssig ist. Drei Hersteller locken zwar auf den Verpackungen in Wort und Bild mit Früchten. An diesen sparen sie aber und helfen mit Aromastoffen und verschiedenen Süßmachern wie Traubenzucker, Laktose, Fruktose & Co. nach.

Zusätzlich verwirren verschiedenste Aromabezeichnungen in den Zutatenlisten. Das „natürliche Aroma" als Zutat eines „Babyjoghurt Aprikose“ lässt beispielsweise vermuten, dass das Aroma aus frischen Aprikosen stammt. Doch es wird lediglich aus natürlichen Ausgangsstoffen aller Art, häufig mithilfe von Bakterien, Hefen oder Schimmelpilzen gewonnen. Es schmeckt zwar ähnlich, aber entspricht nicht dem natürlichen Aprikosengeschmack.

Dass es auch ohne Aroma geht, zeigen die vier Anbieter Alnatura, Babylove (dm-Eigenmarke), Hipp und Holle in den überprüften Bioprodukten. Sie verzichten freiwillig auf Aromastoffe.

Die Verbraucherzentrale fordert generelles Verbot für Aromastoffe in Lebensmitteln für Säuglinge und Kleinkinder.

Letzte Änderung 
25. Juli 2014
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Bitte beachten Sie: Unsere Kurzmeldungen geben grundsätzlich den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie werden nicht aktualisiert.