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Tafelwasser – Wasser mit Zusätzen

Wasserflaschen
© fotofürst - Fotolia.com

„Tafelwasser“ klingt edel, doch dahinter steckt kein Naturprodukt. Im Gegensatz zu Mineralwasser wird Tafelwasser aus Trink- oder Mineralwasser und weiteren Zutaten wie Kochsalz oder Natursole zusammengemischt. Damit lässt sich ein "maßgeschneidertes Wasser" herstellen. Häufig verwenden Hersteller zusätzlich Fantasienamen, um ihr Produkt zu vermarkten. Als Durstlöscher ist Tafelwasser wie jedes Wasser gut geeignet. Wer Wert auf ein naturbelassenes Produkt legt, trifft mit Mineral- Quell- oder Leitungswasser die bessere Wahl.

Das steckt im Tafelwasser drin

Die Herstellung von Tafelwasser ist in der Mineral- und Tafelwasserverordnung geregelt. Demnach dürfen folgende Zutaten verwendet werden:

  • Mineralwasser
  • Leitungswasser
  • Natürliches, salzreiches Wasser (Natursole) oder durch Wasserentzug im Gehalt an Salzen angereichertes natürliches Mineralwasser
  • Meerwasser
  • Natriumchlorid (Kochsalz)
  • Magnesiumchlorid

Die Zutaten müssen in der Zutatenliste aufgeführt werden. Überschreitet Tafelwasser einen bestimmten Gehalt an Kohlensäure, kann es auch als „Sodawasser“ bezeichnet werden.

In Bezug auf Rückstände und Schadstoffe gelten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung.  Tafelwasser muss frei von Krankheitserregern sein.

Höhere Anforderungen an Mineral- und Quellwasser

Die Vorschriften für natürliches Mineralwasser sind wesentlich strenger. Es muss aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Quellen stammen. Diese müssen amtlich zugelassen und überwacht werden. Bevor das Wasser direkt an der Quelle abgefüllt wird, sind nur wenige Behandlungsschritte erlaubt. Beispielweise dürfen Hersteller Eisen und Schwefel herausfiltern oder Kohlensäure entziehen oder zusetzen. Weitere Stoffe dürfen nicht zugefügt werden. Zudem muss Mineralwasser einen typischen Gehalt an Mineralien oder Spurenelementen haben, der sich im Laufe der Zeit nicht wesentlich ändert. Mineralwasser, das diese Anforderungen erfüllt, steht unter der Bezeichnung „natürliches Mineralwasser“ in den Regalen. Im Restaurant muss Mineralwasser übrigens in der Flasche serviert werden.

Quellwasser muss ebenfalls aus unterirdischen Quellen gewonnen werden. Die Anforderungen sind nicht ganz so streng wie bei Mineralwasser, beispielsweise benötigt die Quelle keine amtliche Zulassung. Es dürfen – wie bei Mineralwasser – außer Kohlensäure keine weiteren Stoffe zugefügt werden.

Trinkwasser: die preiswerte Alternative

Auch Trinkwasser aus der Leitung ist eine Alternative zum Durstlöschen. In Deutschland wird es überwiegend aus Grundwasser, Oberflächenwasser und Quellwasser gewonnen und streng kontrolliert. Die Qualitätsanforderungen an Trinkwasser sind sehr hoch und in der Trinkwasserverordnung geregelt. So muss Trinkwasser genusstauglich, rein und gesundheitlich unbedenklich sein. Für Krankheitskeime, Pestizidrückstände und andere chemische Stoffe wie Nitrat sind gesetzliche Höchstmengen festgelegt, die nicht überschritten werden dürfen.

Leitungswasser ist auch aus Umweltgründen zu empfehlen. Da lange Transportwege und Verpackungen entfallen, wird weniger Kohlendioxid produziert und das Klima geschützt.

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Letzte Änderung 
4. August 2016