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Lebensmittel mit Klimabonus?

Klima
© lucky - Fotolia.com

Verbraucher können durch ihr Kauf- und Ernährungsverhalten direkten Einfluss auf den Klimaschutz nehmen. Ökolandbau in der Region lässt Transportwege schrumpfen und verzichtet beispielsweise auf energieintensiven Stickstoffdünger. Saisonales Obst und Gemüse muss nicht mit hohem Energieaufwand in Treibhäusern heranwachsen und auch bei der Verarbeitung, Kühlung und Verpackung lässt sich viel Energie sparen. Es ist also kein Wunder, dass für immer mehr Menschen auch beim Einkauf von Lebensmitteln der Klimaschutz eine zunehmend wichtigere Rolle spielt.

Klimalabel als Verkaufsargument

Vier Produkte der Studie mit Klimalabel
4 Produkte der Studie mit Klimalabel© VZ Hamburg

Doch wie lässt sich herausfinden, ob ein Produkt wirklich klimafreundlich hergestellt wurde? Mit speziellen Klimalabeln auf Verpackungen will die Lebensmittelbranche ihr Engagement deutlich machen und so gleichzeitig ein Verkaufsargument liefern. Doch die wenigen Label, die die Klimabilanz eines Produkts transparenter machen sollen, liefern in den meisten Fällen nur unzureichende Informationen und haben zudem eine geringe Aussagekraft. Das zeigt eine aktuelle Studie der Verbraucherzentralen.

Studie der Verbraucherzentrale: Klimalabel zeigen Schwächen

Sechs Siegel konnten die Verbraucherzentralen auf Verpackungen im deutschen Einzelhandel zum Zeitpunkt der Untersuchung ausfindig machen und bewerten; fünf davon werden aktuell noch verwendet. Das "Stop Climate Change"-Zeichen, das einzige von einer externen Zertifizierungsstelle vergebene Label, ist nach Auffassung der Verbraucherzentralen verständlich und in seiner Klimaschutzaussage als gut einzuschätzen.

Bei den übrigen fünf Auslobungen, allesamt Eigenlabel von Herstellern, sind die Ergebnisse tendenziell unbefriedigend. So kann man beim Logo der Firma Frosta die hohe Transparenz – also die Nachvollziehbarkeit der Auslobung – als positiv herausstellen, beim Informationsgehalt für Verbraucher sehen wir aber noch Verbesserungsbedarf.

Bei den Herstellerlabeln der Marken Alpro, Provamel und Steinecke Brotmeisterei mangelt es an Transparenz. Das Siegel der Firma Provamel birgt sogar ein Risiko der Irreführung.

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Letzte Änderung 
12. Juni 2012