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Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“

Label "ohne Gentechnik"

Seit August 2009 gibt es in Deutschland ein einheitliches Logo „Ohne Gentechnik“. Dieses Logo oder die Angabe „ohne Gentechnik“ weist Lebensmittel aus, deren Herstellung ohne den Einsatz von Gentechnik erfolgt.

Verboten sind:

  • Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen und
  • Zusatzstoffe, Vitamine, Aminosäuren, Aromen oder Enzyme, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden.

Auch unbeabsichtigte GVO-Verunreinigungen oberhalb der Nachweisgrenze werden nicht toleriert.

Für tierische Lebensmittel wie Fleisch, Milch und Eier gelten Sonderregelungen:

  • Die Tiere müssen einen bestimmten Zeitraum vor der Schlachtung gentechnikfrei gefüttert werden. Dieser Zeitraum ist abhängig von der Tierart. Für Milch gebende Tiere sind dies beispielsweise drei Monate.
  • Futtermittelzusätze und Medikamente, die mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt wurden, sind erlaubt.
  • Bei Futtermitteln sind zufällige und technisch unvermeidbare Verunreinigungen mit GVO erlaubt, sofern sie unterhalb des Schwellenwerts von 0,9 Prozent liegen.
Einschätzung aus Sicht der Verbraucherzentrale

75 Prozent der Deutschen wollen auf der Verpackung erkennen können, ob ein Lebensmittel mit Hilfe von Gentechnik hergestellt wurde*. Hersteller tierischer Lebensmittel müssen derzeit aber beispielsweise nicht angeben, ob sie gentechnisch erzeugte Futtermittel einsetzen. Auch Zusatzstoffe und Aromen in verarbeiteten Lebensmitteln können mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt worden sein, ohne dass Käufer dies erfahren. Die Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ ist daher eine wichtige Information für Konsumenten, die Gentechnik im Lebensmittelbereich ablehnen.

* Emnid-Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

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Letzte Änderung 
28. Oktober 2015