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Welche Rechtsvorschriften gibt es für Kennzeichnung der Erhitzung von Lebensmitteln?

Es fällt auf, dass die wenigsten Hersteller auf den Produkten die Konservierungsmethode beziehungsweise den Grad der Erhitzung angeben.

Frage

Es fällt auf, dass die wenigsten Hersteller auf den Produkten die Konservierungsmethode beziehungsweise den Grad der Erhitzung angeben. Dabei wäre das aber für den Verbraucher hilfreich, um erkennen zu können, ob das betreffende Produkt zum Beispiel nur pasteurisiert oder aber sterilisiert wurde und ob es deshalb je nach Verarbeitung noch Vitamine enthält oder nicht. Wie ist hier die Gesetzeslage? Muss der Verarbeitungsgrad angegeben sein oder nicht? Der Verbraucher sollte ja die Wertigkeit eines Lebensmittels erkennen können, ohne jedes Mal beim Hersteller nachfragen zu müssen. Auch in den Online-Shops fehlen diese Informationen regelmäßig. Hier fehlt meines Erachtens die Transparenz.

Antwort

Generelle Vorschriften gibt es zur Kennzeichnung des Erhitzungsverfahrens oder der Art der Konservierung bei Lebensmitteln tatsächlich nicht.

Werden Konservierungsmittel eingesetzt, dann erkennen Sie dies bei vorverpackten Lebensmitteln im Zutatenverzeichnis oder – bei loser Ware – durch die Angabe „mit Konservierungsstoff” oder „konserviert”, bei gepökelten Erzeugnissen auch durch Hinweise wie „mit Nitrat“ oder „mit Nitritpökelsalz“.

Die Art der Wärmebehandlung erfahren Sie beispielsweise bei Milch. Dort wird zwischen Pasteurisierung und Ultrahocherhitzung unterschieden. Die meisten Firmen ergänzen auf Milch die Angabe „traditionell hergestellt“ oder „länger haltbar“ je nachdem, welches Pasteurisierungsverfahren angewendet wurde. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel „ESL: frische Milch extra lange haltbar“ (Link s. unten).

Auch wenn Milcherzeugnisse wie Joghurt nach der Herstellung erhitzt wurde, erfolgt eine Kennzeichnung „wärmebehandelt“ oder „ultrahocherhitzt“. Ebenfalls ist auf Käse ein entsprechender Hinweis „wärmebehandelt“ verpflichtend.

Bei anderen Lebensmittelgruppen fehlen solche Kennzeichnungsvorschriften.

Zum Teil sind auf Lebensmitteln Werbeaussagen zu finden, die sich auf eine besonders schonende oder eine fehlende Erhitzung beziehen. Beispielsweise ist auf einem Fruchtsaft die Angabe „schonend pasteurisiert“ zu finden oder auf einer Schokolade die Angabe „raw“ (englisch für „roh“). Solche Angaben sehen wir kritisch, da Rechtsgrundlagen dazu fehlen und für Kunden häufig unklar bleibt, ob oder inwiefern sich die beworbenen Produkte von herkömmlichen Lebensmitteln unterscheiden.

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Letzte Änderung 
2. Dezember 2016

Kommentare

Guten Tag zusammen,
es ist vollkommen in Ordnung Fragen und Forderungen zu stellen, aber meiner Meinung nach macht diese hier überhaupt keinen Sinn.
Wer bitte (außer Professoren der Verfahrenstechnik, der Physik oder der Biochemie) kann exakte Zusammenhänge zwischen Erhitzungsprozess und Vitamingehalt herstellen? Allein Partikelgröße und Lage des Partikels in der z.B. Dose sorgen dafür, dass thermische Effekte stark variieren.
Wenn mir das Thema so wichtig ist sollte ich auf Produkte verzichten, welche mit hohen Temperaturen behandelt wurden und nur noch TK- oder Frischware
kaufen. Allerdings verändert sich bei Frischware der Gehalt an Vitaminen mit der Lagerzeit. Also sollte man auf die Karotten noch draufschreiben wann genau sie geerntet wurden?