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Ursprungsland Nüsse

Warum fehlt häufig das Ursprungsland von Nüssen?

Frage

Auf Packungen von Nüssen (in Schale) oder auch anderen Nüssen steht manchmal die Herkunft, manchmal nicht. Warum? Gibt es dazu eine Verordnung?

Antwort

Auf den meisten frisch angebotenen Obst- und Gemüsearten ist das Ursprungsland eine Pflichtangabe – sowohl für lose verkaufte als auch für verpackte Ware. Das regelt die gemeinsame Marktordnung für landwirtschaftliche Erzeugnisse der Europäischen Union.

Von dieser Regelung ausgenommen sind Erzeugnisse, für die weder spezielle noch allgemeine Vermarktungsnormen gelten. Eine Liste dieser Obst- und Gemüsearten hat die Bundesanstalt für Ernährung (BLE) zusammengestellt (Link s. Randspalte).

Somit muss beispielsweise für ungeschälte Haselnüsse, Walnüsse und Mandeln das Ursprungsland angegeben sein. Sind sie geschält, kann die Angabe entfallen.

Bei Kokosnüssen, Cashew-Kernen, Pistazien und Paranüssen ist generell keine Angabe des Ursprungslands erforderlich. Das Ursprungsland kann als freiwillige Kennzeichnung aber auch bei diesen Produkten angegeben sein.

Zurzeit sind die Kennzeichnungsregelungen speziell für Nüsse und andere Schalenfrüchte somit sehr uneinheitlich.

Die EU-Kommission prüft aktuell in einer Folgenabschätzung für verschiedene Lebensmittelgruppen, inwiefern eine Angabe des Herkunftsortes und des Ursprungslandes praktikabel ist. Ob sich hier zukünftig wesentliche Verbesserungen ergeben, ist noch unklar.



 

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Letzte Änderung 
7. November 2013