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Suppen-Trockenprodukt

Suppen-Trockenprodukt: Keine Grammangabe und nur zur Hälfte gefüllt. Ist das erlaubt?

Frage

Ich habe letzte Woche auf dem Wochenmarkt eine Suppenwürze "Feine klare Suppe"  gekauft. Es handelt sich bei der Verpackung um ein grünes Plastikgefäß. Als Inhalt wird angegeben: 22,5 Liter. Wie viel Gramm in dem "Eimer" enthalten sind, ist dabei nicht angegeben, nur wie viel Liter Suppe man damit herstellen kann. Am meisten war ich aber schockiert, als ich die Dose öffnete. Der Behälter war nur knapp über die Hälfte befüllt. Der Rest war Luft.  Meine Fragen: Ist das denn erlaubt – ohne Grammangabe und fast die Hälfte des Behälters ist mit Luft "befüllt"?

Antwort

Die Fertigpackungsverordnung schreibt vor, dass als Füllmengenangabe für konzentrierte Suppen, Brühen, Braten-, Würz- und Salatsoßen das Volumen der verzehrfertigen Zubereitung in Litern oder Millilitern anzugeben ist.

Eine zusätzliche Angabe der Füllmenge in Gramm des Trockenprodukts ist nicht vorgeschrieben.

Die Füllmengenangabe auf Ihrer Suppe entspricht somit den Rechtsvorschriften. Aus unserer Sicht ist diese Reglung jedoch ungünstig, denn Sie können damit nicht abschätzen, ob ein Produkt die vorgegebene Füllmenge auch tatsächlich enthält.

Sie haben außerdem festgestellt, dass die Suppendose nur etwa zur Hälfte gefüllt ist. Regelungen zu solchen „Mogelpackungen“ sind sowohl im Mess- und Eichgesetz als auch im Lebensmittelrecht zu finden. Sie untersagen Herstellern, Fertigpackungen mit irreführender Aufmachung über die enthaltene Menge anzubieten. Das Gesetz enthält aber keine konkreten Vorgaben, in welchem Verhältnis Inhalt und Verpackungsgröße zueinander stehen dürfen.

In der Praxis wird meist von einer Täuschung des Verbrauchers ausgegangen, wenn der Freiraum in einer Verpackung mehr als 30 Prozent beträgt.

Besteht der Verdacht, dass es sich um eine Mogelpackung handelt, muss im Einzelfall geprüft werden, ob die Verpackung täuschend im rechtlichen Sinn ist.
Für diese Prüfungen sind die Eichämter (Links siehe Randspalte) zuständig.

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Letzte Änderung 
8. April 2016