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Stichfester Joghurt mit Gelatine

Wann darf es „stichfester Fruchtjoghurt“ heißen und darf dieser Gelatine enthalten?

Frage

Im Forum habe ich gelesen, dass die Wärmebehandlung von Joghurt auf der Verpackung angegeben werden muss und dass Gelatine nur in solchen Produkten eingesetzt werden darf. Jetzt habe ich ein Produkt gekauft „Erdbeerjoghurt stichfest“, das in seiner Konsistenz überhaupt nicht den sonst als stichfest angebotenen (im Becher gereiften) Joghurts entspricht. Es ist mit Gelatine zu einem zarten Joghurtwackelpudding geliert. Außerdem ist von einer Wärmebehandlung nichts zu lesen. 1. Darf ich unter „stichfest“ bei Joghurt ein im Becher gereiftes Produkt erwarten? 2. Ist die Zugabe von Gelatine in nicht wärmebehandeltem Joghurt doch erlaubt?

Antwort

Die Milcherzeugnisverordnung unterscheidet zwischen Joghurterzeugnissen und Milchmischerzeugnissen. Fruchtjoghurts zählen zu den Milchmischerzeugnissen, denen auch ohne eine Wärmebehandlung Stärke und Speisegelatine zugesetzt werden dürfen. Hat eine Wärmebehandlung stattgefunden, muss diese jedoch gekennzeichnet werden, auch wenn das Milchmischerzeugnis selbst nicht wärmebehandelt wurde, sondern nur das zur Herstellung verwendete Joghurterzeugnis.

Der Begriff „stichfest“ ist rechtlich nicht definiert. Er kann deshalb für eine besondere Herstellungsweise stehen, aber auch lediglich als Hinweis auf die Konsistenz des Produktes dienen.

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Letzte Änderung 
17. Juli 2015