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Silagefütterung bei Milch

Wie erkenne ich bei einer Milch, ob Silage verfüttert wurde?

Frage

Ich ärgere mich über diverse Milchhersteller, bei deren Milch nicht gekennzeichnet ist, ob Silage verfüttert wurde oder nicht. In anderen Länder ist auf der Milchpackung auch gekennzeichnet, ob Silage als Futter diente. Die Milch schmeckt fürchterlich, wenn ich sie erwärme. Es wäre gut, wenn ich klar erkennen könnte, welche Milch von Silage gefütterten Kühen ist. Selbst bei Bio Produkten habe ich Silage rausgeschmeckt.

Antwort

Die Fütterung von Kühen mit Silage ist in der Milchproduktion fast immer üblich. Es ist richtig, dass Futtermittel grundsätzlich nicht gekennzeichnet werden müssen.  

Siegel: garantiert traditionelle Spezialität

Wenn Sie Milch aus silagefreier Produktion kaufen wollen, können Sie Erzeugnisse mit der Bezeichnung „Heumilch“ und dem EU-Siegel „garantiert traditionelle Spezialität“ (g.t.S.) wählen. Seit März 2016 ist die Bezeichnung „Heumilch“ EU-weit geschützt. Produzenten müssen verbindliche Standards einhalten, um die Bezeichnung und das Siegel verwenden zu dürfen.

Laut dem „Heumilchregulativ“ sollte das Futter der Kühe im Wesentlichen bestehen aus:

 

  • Im Sommer: frische Gräser, Leguminosen (Hülsenfrüchte), Kräuter
  • Im Winter: Heu
  • Außerdem weiteres Raufutter wie Grünraps, Grünmais, Grünroggen und Futterrüben sowie Heu-, Luzerne- und Maispellets

Verboten sind hingegen Silage, Feuchtheu oder Gärheu sowie Nebenprodukte von Brauereien und Futtermittel tierischen Ursprungs.

Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel „Heumilch – eine EU-weit geschützte Bezeichnung“.

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Letzte Änderung 
14. November 2016