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Serviervorschlag

Muss bei jeder Abbildung auf einen Serviervorschlag hingewiesen werden?

Frage

Kürzlich ist mir aufgefallen, dass die Verpackung einer Milchcreme-Schnitte keinerlei Hinweise auf einen Serviervorschlag zeigt. Dabei sind das Produkt selbst, Milch und Honig abgebildet. Meine Frage lautet nun, ob die Kennzeichnung „Serviervorschlag“ fehlt, weil es sich bei dem Produkt auf der Verpackung um eine künstlich erstellte Grafik handelt, oder der Hersteller nicht dazu verpflichtet ist, weil jedem bewusst sein sollte, dass in eine Milchcreme-Schnitte keine Milchkanne und ein Glas Honig hineinpassen.

Antwort

Es gibt keine gesetzliche Vorschrift für die Verwendung der Angabe „Serviervorschlag“. Im Allgemeinen handelt es sich dabei um einen bildlichen Vorschlag für die Zubereitung oder das Anrichten eines Lebensmittels. Der Hersteller möchte dadurch in der Regel gleichzeitig darauf hinweisen, dass nicht alle abgebildeten Lebensmittel in dem Produkt enthalten sind, sondern diese noch ergänzt werden können.

Bei dem von Ihnen beschriebenen Produkt gehen wir aber davon aus, dass die Abbildung dazu dient, enthaltene Zutaten – Honig und Milch – zu bewerben. Diese müssten im Zutatenverzeichnis zu finden sein.  In diesem Fall würde es sich gar nicht um einen Serviervorschlag handeln und eine entsprechende Angabe wäre nicht passend.

Es nicht davon auszugehen, dass die Zutaten in der abgebildete Menge enthalten sind – also eine Kanne Milch und ein Glas Honig. Andererseits dürfen Abbildungen keinen falschen Eindruck über die Zusammensetzung des Lebensmittels vermitteln. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn Milch und Honig praktisch nicht oder nur in Form von Aroma vorhanden wären.

Die enthaltene Menge der beworbenen Zutaten muss in der Regel in dem Zutatenverzeichnis oder in der Bezeichnung zu finden sein.

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Letzte Änderung 
10. November 2017