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Schokolade mit Milchcremefüllung aus Palmöl

Warum darf sie überhaupt als Schokolade bezeichnet werden?

Schokolade mit Milchcremefüllung
Schokolade mit Milchcremefüllung ©молочный шоколад

Frage:

Ein namhafter Hersteller verkauft seit 50 Jahren ein Surrogat [Ersatzprodukt, Anm. der Redaktion] für Schokolade und bewirbt dieses speziell für Kinder. Das Produkt nennt sich „Schokolade mit Milchcremefüllung“, aber es enthält nur 40 Prozent Schokolade. Der Rest, nämlich 60 Prozent, ist ein triviales Ersatzprodukt, basierend auf Palmöl. Die Hauptzutaten sind Zucker, Milchpulver und Palmöl. Das Produkt kann doch nicht als Schokolade bezeichnet werden und schon gar nicht für Kinder!

Antwort:

Wir können nachvollziehen, dass sie bei einer „Schokolade mit Milchcremefüllung“ als Hauptzutat Schokolade erwarten. Das ist häufig auch der Fall, aber rechtlich nicht gefordert. Die Kakaoverordnung regelt genau, welche Produkte als Schokolade bezeichnet werden dürfen und welche nicht.

In der Verordnung sind unter anderem verschiedene Begriffe definiert, wie zum Beispiel „Gefüllte Schokolade“ oder „Schokolade mit …füllung“. Für diese Produkte gilt: Die Außenschicht aus Schokolade muss alle Anforderungen an Schokolade erfüllen, und ihr Anteil muss mindestens 25 Prozent des Gesamtgewichts betragen. Für die Zusammensetzung der Füllung gibt es nur wenige Vorgaben.

Eine mit milchhaltiger Creme gefüllte Süßigkeit darf demnach als „Schokolade mit Milchcremefüllung“ bezeichnet werden, wenn der Schokoladenanteil nur 40 Prozent beträgt.

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Letzte Änderung 
13. Februar 2018

Kommentare

Anfragen, die offensichtlich nur darauf abzielen, ein bestimmtes Produkt (in diesem Fall Kinderschokolade) zu bashen, dieses aber nicht einmal nennen, sollten hier nicht behandelt werden. Der Schreiber will gar nicht ernsthaft eine Information.