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Mit Wasser gestreckte Fischfilets

Worauf muss ich achten, damit ich keine Fischfilets kaufe, denen Wasser eingespritzt wurde?

tiefgekühlte Fischfilets
© Silvia Bogdanski - fotolia.com

Frage

Im Supermarkt und beim Discounter werden tiefgekühlte Fischfilets angeboten. Worauf muss ich achten, dass ich keine Fischfilets kaufe, die mit Wasser injiziert wurden – die also mit Wasser gestreckt wurden? Gibt es "sichere" Marken?

Antwort

Fischmuskulatur besteht zu einem hohen Anteil aus Wasser – je nach Fischart bis über 80 Prozent. Bei der Verarbeitung kann Gewebewasser verlorengehen. Das führt zu Qualitätseinbußen.

Dieser Wasserverlust kann durch den Einsatz wasserbindender Substanzen verhindert werden. Der Zusatz von Phosphaten bewirkt eine Verminderung von Abtropfverlusten und von Gewebswasseraustritt beim Auftauen von tiefgekühltem Fisch.

Zusatzstoffe sind grundsätzlich im Zutatenverzeichnis aufzuführen. Wenn kein Zutatenverzeichnis vorhanden ist, dürfen keine weiteren Zutaten außer Fisch eingesetzt worden sein.

Fisch darf aber nicht mit Wasser gestreckt werden – also nach der Behandlung mehr Wasser enthalten als für die Fischart normal ist. Denn in solchen Fällen müssten die Verbraucher das Wasser zum Fischpreis bezahlen. Ein zu hoher Fremdwassergehalt kann nicht nur durch den Einsatz von Phosphaten sondern auch durch Zitronensäure oder Carbonatsalze verursacht werden, zum Beispiel bei Pangasiusfilet oder Shrimps. Die Lebensmittelüberwachung überprüft diese Fremdwassergehalte, Verstöße werden geahndet

Tiefgekühlter Fisch kann außerdem eine so genannte Wassereisglasur haben. Gemäß den Leitsätzen für Fisch, Krebs- und Weichtiere des Deutschen Lebensmittelbuches wird die Produktbezeichnung dann durch die Angabe „glasiert“ oder „mit Wassereisglasur“ ergänzt.

Die Wassereisglasur wird nicht zur Füllmenge gerechnet, nur der enthaltene Fisch.

Sie können sich beim Einkauf von tiefgekühltem Fisch somit an der Kennzeichnung auf der Verpackung orientieren.

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Letzte Änderung 
3. Dezember 2015