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Mahlzeitenersatz für eine gewichtskontrollierende Ernährung

Wie werden die Produkte zukünftig geregelt?

Frage

Ich bin bei einem bisschen Recherche über den Begriff "Mahlzeitenersatz für eine gewichtskontrollierende Ernährung" gestolpert. Ist ja momentan noch alles verständlich geregelt in der Diät-Verordnung etc. Doch nun soll eine neue Europäische Verordnung (609/2013) in Kraft treten. Nach einer Übergangsphase gibt es demnach offiziell keinen Mahlzeitenersatz für eine gewichtskontrollierende Ernährung (wie Almased, Yokebe und Co.) mehr. Die Produkte sollen über eine andere Verordnung (Health-Claims-VO?) geregelt werden. Habe ich das richtig verstanden? Ich bin da etwas verwirrt und würde gern wissen, worauf ich als Verbraucher solcher Produkte achten sollte und was ich als Alternative nutzen könnte.

Antwort

Mit Ihren Recherchen liegen Sie richtig. Ab dem 20. Juli 2016 gilt die EU-Verordnung für Lebensmittel für besondere Zwecke (609/2013).

Darin sind als Mittel zur Gewichtsreduktion nur noch die „Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung“ geregelt, also Produkte, die die tägliche Ernährung komplett ersetzen sollen.

„Mahlzeiten für eine gewichtskontrollierende Ernährung”, also Lebensmittel, die einzelne Mahlzeiten ersetzen sollen, sind von der Verordnung nicht mehr erfasst. Diese Produkte unterliegen zukünftig dem allgemeinen Lebensmittelrecht, unter anderem der EU-Lebensmittelinformationsverordnung und der „Health-Claims-Verordnung“ – der Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben.

Hersteller müssen die Kennzeichnung der Mahlzeitenersatzprodukte anpassen, gegebenenfalls aber auch die Zusammensetzung ändern, da bestimmte Zutaten, die nur für diätetische Lebensmittel erlaubt waren, dann nicht mehr zugelassen sind. Spezielle Vorgaben zum Nährstoffgehalt, die wie bisher eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen trotz begrenzter Energiezufuhr sicherstellen sollen, fehlen dann aber.

Anhand der Nährwertkennzeichnung können Sie den Nährstoffgehalt erkennen und vergleichen. Bei Vitaminen und Mineralstoffen muss zusätzlich der prozentuale Anteil des Nährstoffs an der empfohlen Tagesdosis (Referenzmenge) angegeben sein. Dadurch können Sie die Mengen besser abschätzen.

Informationen zum Umgang mit solchen Mitteln und deren Bewertung finden Sie im Artikel „Diäten und Schlankheitsmittel: Erfolgsaussichten und Gesundheitsgefahren“ auf der Website der Verbraucherzentralen (Link siehe rechte Randspalte).

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Formula-Diäten in einem Marktcheck unter die Lupe genommen und dabei unter anderem sehr unterschiedliche Zuckergehalte gefunden (Link siehe ebenfalls rechte Randspalte).

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Letzte Änderung 
14. Juni 2016