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Kaffee – vegan?

Dürfen Kaffeebohnen mit Bienenwachs behandelt werden?

Rubrik 
Natur, Tradition + Nachhaltigkeit
Kaffebohnen und Teelicht
© torfi007 - Fotolia.com

Frage

Stimmt es, dass geröstete Kaffeebohnen mit Bienenwachs behandelt werden? Wenn ja, wie sieht es dann mit der Deklaration aus? Der Kaffee wäre für Veganer dann nicht mehr geeignet.

Antwort

Laut EU-Zusatzstoffverordnung sind für Kaffee folgende Überzugsmittel erlaubt: Bienenwachs (E901), Candelillawachs (E902), Carnaubawachs (E903) und Schellack (E904).

Bienenwachs und Schellack sind tierischer Herkunft – Schellack wird aus den Ausscheidungen der so genannten Gummischild-Lacklaus gewonnen. Candelillawachs und Carnaubawachs sind dagegen pflanzlicher Herkunft.

Diese Überzugsmittel werden bei Rohkaffee verwendet, um dessen „Fließfähigkeit“ zu verbessern, wenn er beispielsweise nach dem Entkoffeinieren eine stumpfe Oberfläche aufweist.

Nach Auskunft des Kaffeeverbandes sind Überzugsmittel auf Kaffee als Verarbeitungshilfsstoffe anzusehen. Sie werden dem Kaffee vor dem Rösten zugesetzt, haben im gerösteten Kaffee keine technologische Wirksamkeit und sind vermutlich auch nicht mehr in nennenswerter Menge vorhanden, da sie durch den Röstvorgang weitgehend entfernt werden.

Verarbeitungshilfsstoffe sind nicht kennzeichnungspflichtig.

Der Kaffeeverband teilte weiterhin mit, dass bei dem in Deutschland verkauften Kaffee allenfalls Carnaubawachs eingesetzt wird. Es ist dem Verband kein einziger Hersteller bekannt, der ein anderes Überzugsmittel einsetzt.

Sie können daher davon ausgehen, dass der in Deutschland gekaufte Kaffee vegan ist, also ohne vom Tier stammende Überzugsmittel hergestellt wurde.


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Letzte Änderung 
13. Dezember 2013