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Ingwer mit unklarer Herkunft

Wenn Ingwer mit zwei verschiedenen Herkunftsländern gekennzeichnet ist: Ist das erlaubt?

Ingwer mit doppelter Herkunft

Frage

Seit einiger Zeit beobachte ich schon bei der Herkunftsbezeichnung – beim Ingwer zum Beispiel China/Peru – Doppelt- und Dreifach-Einträge zur Herkunft. Oft ist es nur sehr schwer, zum Beispiel durch Herausziehen von Kisten in einem eng gepackten Regal, herauszufinden, woher Obst und Gemüse kommt. Zum Teil ist es überhaupt nicht sichtbar, wenn lose Ware in Körbe umgepackt wird. Angeblich müsste man zu viel arbeiten, wenn man das echte Herkunftsland, welches sich wohl öfters verändert, auf das Preis-Schild vor der Ware heften würde. Dieses Argument ist für mich nicht nachvollziehbar, den Preis passt man ja auch bei neuen Lieferungen an.

Antwort

Wie Sie ganz richtig schreiben, muss der Anbieter für die meisten unverarbeiteten Obst- und Gemüsesorten das Ursprungsland angeben. Es ist das Land zu nennen, in dem das Obst oder Gemüse geerntet wurde.

Es gibt allerdings Ausnahmen von der Kennzeichnungspflicht des Ursprungslandes, zum Beispiel für Kartoffeln und Bananen. Auch für Ingwer ist das Ursprungsland keine verpflichtende Angabe.

Viele Anbieter drucken diese Information aber freiwillig aufs Etikett. Auch in diesem Fall müssen die Angaben eindeutig und unmissverständlich sein. Es ist nicht zulässig – wie in dem von Ihnen geschilderten Fall –, die Angaben unklar zu gestalten, um die Schilder nicht bei jeder Lieferung aus einem anderen Ursprungsland wechseln zu müssen.

Fälle, in denen die Ursprungskennzeichnung nicht korrekt umgesetzt ist, können Sie der örtlichen Lebensmittelüberwachung (s. Link in der Randspalte) melden. 

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Letzte Änderung 
14. September 2017

Kommentare

Vorsicht mit voreiligen rechtlichen Wertungen. "Nicht zulässig"? Die Alternative sieht so aus, dass überhaupt keine Herkunftsangabe erfolgt. Es ist zu bezweifeln, dass Verbraucher hierdurch besser informiert wären. Nicht jede Aussage, die nicht eindeutig ist, ist auch missverständlich. An den beiden angebotenen Alternativen China/Peru ist nichts misszuverstehen. Alternative Aussagen kennt man auch aus anderen Bereichen, zu erinnern ist an EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft. Das muss man aus Verbraucher(zentralen)sicht nicht toll finden, aber zu behaupten, die Kennzeichnung sei unzulässig, ist schon etwas anderes. Das Gegenteil ist richtig.