Skip to content Skip to navigation

Schriftgröße

-A +A

Gesundheitsbezogene und krankheitsbezogene Angaben

Wo liegt der Unterschied?

Frage

Was genau ist der Unterschied zwischen einer gesundheitsbezogenen und einer krankheitsbezogenen Angabe? Und sind solche Angaben erlaubt?

Antwort

Als krankheitsbezogene Angaben gelten im Wesentlichen Aussagen und Abbildungen, die sich auf die Beseitigung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten beziehen. Auch beispielsweise Hinweise auf ärztliche Empfehlungen, Krankheitsgeschichten und Abbildungen von Ärzten würden darunter fallen.

Krankheitsbezogene Aussagen sind für Lebensmittel verboten. Eine Ausnahme von dem Verbot besteht nur für bestimmte diätetische Lebensmittel.

Gesundheitsbezogene Angaben sind dagegen Aussagen und Abbildungen, die einen positiven Zusammenhang zur Gesundheit ausdrückten, die also eine gesundheitsfördernde Wirkung beschreiben. Dabei kann diese gesundheitsfördernde Wirkung auch darin bestehen, dass ein Krankheitsrisiko vermindert wird.

Für gesundheitsbezogene Angaben gilt das so genannte Verbotsprinzip mit Erlaubnisvorbehalt: Wenn sie nicht ausdrücklich gemäß der EU-Verordnung für nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben erlaubt sind, sind sie verboten.

Während beispielsweise die Angabe „geeignet zur Behandlung der Osteoporose“ als krankheitsbezogene Angabe auf Lebensmitteln verboten wäre, stellt die Aussage „kann zur Verringerung des Osteoporoserisikos beitragen“ eine gesundheitsbezogene Angabe dar. Diese Angabe müsste ausdrücklich zugelassen sein und ein Lebensmittel müsste die dafür festgelegten Bedingungen erfüllen, damit die Angabe als Werbung für das Produkt verwendet werden darf.

Mehr Informationen zu gesundheitsbezogenen Angaben finden Sie im Artikel „Gesundheitsbezogene Werbung - Werbeversprechen unter Kontrolle“.

 

Wie informativ fanden Sie diesen Beitrag? 
Noch keine Bewertungen vorhanden
Klicken Sie zur Bewertung auf die Sterne.
Letzte Änderung 
10. Januar 2014