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Deutsches Reinheitsgebot für Bier

Es dürfen technische Hilfsmittel und Filtermittel eingesetzt werden. Das Reinheitsgebot müsste neu definiert werden.

Frage

Das Deutsche Reinheitsgebot (Wasser, Hopfen, Malz und Hefe) wurde ergänzt. Heute dürfen technische Hilfsstoffe und Filtermittel eingesetzt werden. Brauereien setzen zum Beispiel das PVPP ein, damit das Bier monatelang schön klar bleibt. Von diesem Mittel verbleiben aber technisch unvermeidbare Rückstände im Bier. Das Deutsche Reinheitsgebot müsste dahingehend neu definiert werden, ohne Stabilisierungs- und Filterhilfsmittel. […] Wenn Sie eine Möglichkeit sehen, in der Angelegenheit tätig zu werden, dann tun Sie das bitte.

Antwort

Das Deutsche Reinheitsgebot ist keine gültige Rechtsvorschrift. Die Vorgaben wurden allerdings zum Teil in das „Vorläufige Biergesetz“ übernommen, das Anforderungen für die Bierherstellung regelt. Demnach dürfen für untergäriges Bier ausschließlich Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser verwendet werden. Diese Regel gilt allerdings nur für die Zutaten. 

Der von Ihnen angesprochene Zusatzstoff PVPP, also Polyvinylpolypyrrolidon, wird bei der Bierherstellung als Verarbeitungshilfsstoff eingesetzt. Er wird dem Bier zum Klären zugegeben und bindet die Trübstoffe. Anschließend wird er abfiltriert. Wie Sie ganz richtig schreiben, dürfen im Bier nur noch technisch unvermeidbare, gesundheitlich, geruchlich und geschmacklich unbedenkliche Anteile verbleiben. Verarbeitungshilfsstoffe brauchen nicht gekennzeichnet zu werden.

Lebensmittelklarheit setzt sich für eine lückenlose Kennzeichnung ein, damit Verbraucher ihre Kaufentscheidung nach den eigenen Ansprüchen treffen können. Mehr dazu unter dem unten stehenden Link.

 

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Letzte Änderung 
13. September 2017