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Allergenkennzeichnung auf Käse

Muss Milch als Allergen genannt sein?

Frage

Ich habe heute beim Frühstück zwei Käseverpackungen in der Hand gehabt, auf der einen war eine Zutatenliste, in der Milch fett gedruckt war - wohl als Allergenkennzeichnung. Auf der zweiten Packung war keine Zutatenliste und somit Milch auch nicht als Allergen angegeben. Mir ist schon klar, dass Käse immer aus Milch besteht (oder zumindest sollte das so sein). Aber müsste das jetzt nicht überall draufstehen?

Antwort

Käse muss nur dann eine Zutatenliste haben, wenn er zusätzlich zu den notwendigen Milchinhaltsstoffe, Enzymen und Mikroorganismenkulturen und dem notwendigen Speisesalz noch weitere Zutaten enthält.

Wenn eine Zutatenliste vorhanden ist, muss die Allergenkennzeichnung dort erfolgen. Die vorhandenen Allergene werden beispielsweise durch Fettdruck hervorgehoben. Fehlt die Zutatenliste, so ist ein Hinweis „enthält…“ vorgeschrieben.

Komplett fehlen darf die Allergenkennzeichnung, „wenn sich die Bezeichnung des Lebensmittels eindeutig auf den betreffenden Stoff oder das betreffende Erzeugnis bezieht“.

Im Normalfall wird das der Fall sein, wenn das Allergen in der Bezeichnung genannt ist, zum Beispiel „Eierlikör“ oder „Haselnussbrot“.

Die Bezeichnung „Käse“, die rechtlich definiert und nur für Erzeugnisse aus Milch zulässig ist, erfüllt vermutlich die Voraussetzungen für die genannte Ausnahme. Der Hinweis „enthält Milch“ dürfte somit entfallen.

Abgesehen davon können zum jetzigen Zeitpunkt auch noch Lebensmittel mit der „alten“ Kennzeichnung im Handel sein, die also noch nicht den Vorschriften der Lebensmittelinformationsverordnung entsprechen und noch keine Allergenkennzeichnung tragen. Diese dürfen noch abverkauft werden, sofern sie vor dem 13.12.2014 gekennzeichnet wurden.

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Letzte Änderung 
11. März 2015