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Klare Tierartenkennzeichnung auf Fleischerzeugnisse!

Nutztiere
© lenka - Fotolia.com

Ob Wildpastete, Entenleber-Pâté oder Kalbswiener: Auf der Vorderseite solcher Produkte ist das Schwein mit keiner Silbe erwähnt, in der Zutatenliste steht es aber nicht selten sogar auf Platz Nummer eins – und stellt damit den größten Anteil der Zutaten. Darüber ärgern sich viele Verbraucher, das zeigen Anfragen und Beschwerden auf Lebensmittelklarheit.de.

Die Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse machen dazu kaum Vorgaben. Lediglich für Kalbswurst ist festgelegt, dass das verwendete Fleisch zu mindestens 15 Prozent vom Kalb stammen soll. Somit sind bis zu 85 Prozent Schweinefleisch enthalten.

Wird im Zusammenhang mit der Tierart das Wörtchen „rein“ verwendet, dann muss der Fleischanteil des Produkts wirklich vollständig aus der genannten Tierart stammen. Hinter „Naturdarm“ oder „Saitling“ kann sich dann aber dennoch eine andere Tierart verbergen.

Die repräsentative Studie im Rahmen von Lebensmittelklarheit macht deutlich, dass Käufer die Kennzeichnung von Kalbs- und Geflügelwurst überwiegend falsch verstehen. Sie gehen mehrheitlich davon aus, dass die Würste ausschließlich von der genannten Tierart stammen.

Aus Sicht der Verbraucherzentrale muss deshalb endlich Schluss sein mit dem Tierarten-Versteckspiel.

Lebensmittelklarheit.de fordert den Gesetzgeber auf, eine klare Tierarten-Kennzeichnung auf der Schauseite von Fleischerzeugnissen rechtlich umzusetzen.

Stand 
10. Juli 2013