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Klare Bezeichnungen gehören auf die Vorderseite

© a185ok - Fotolia.com

Abbildungen, Fantasienamen und vielfältige Werbebotschaften auf der Vorderseite von Verpackungen vermitteln häufig ein falsches Bild: Knusprige „Chicken Sticks“ werben beispielsweise mit „Fleisch aus 100 % marinierter Hähnchenbrust“, und ein Erfrischungsgetränk „Frische-Oase Himbeer-Rhabarber“ lässt auf einen wesentlichen Anteil an Himbeere und Rhabarber schließen.

Oft gibt die Bezeichnung Auskunft, die aber meist auf der Rückseite steht. Sie enthält wesentliche Informationen, zum Beispiel dass das Fleisch „aus Fleischstücken zusammengefügt“ wurde – dass es sich also um Formfleisch handelt – und hinter der „Frische-Oase Himbeer-Rhabarber“ ein „Erfrischungsgetränk mit Himbeer-Rhabarbergeschmack, aromatisiert“ steckt.

Zudem sind Produktbezeichnungen für Verbraucher nicht immer verständlich und informativ. Nicht jeder weiß, was sich genau hinter einem „Matjesfilet Nordische Art“ verbirgt und wodurch es sich von Matjes unterscheidet. Bei einem „Haferbrot“ erwarten vermutlich die wenigsten ein Brot mit mehr als 70 Prozent Weizen und Roggen. In vielen Fällen ist die Bezeichnung nicht selbsterklärend, erst die Zutatenliste auf der Rückseite gibt klare Hinweise.

Viele Käufer lesen das Kleingedruckte aber erst nach dem Kauf – und ärgern sich, wenn sie auf Abbildungen und Produktnamen hereingefallen sind.

Lebensmittelklarheit.de fordert den Gesetzgeber auf, das Kennzeichnungsrecht entsprechend zu verbessern. Die Bezeichnung gehört auf die Vorderseite. Sie sollte für Verbraucher gut verständlich sein.

Stand 
12. September 2017