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Klare Bezeichnungen gehören auf die Vorderseite

Dose mit Fragezeichen als Inhalt © a185ok - Fotolia.com

Abbildungen und Bezeichnungen auf der Vorderseite von Verpackungen vermitteln häufig ein falsches Bild: Knusprige „Chicken Sticks“ werben beispielsweise mit „Fleisch aus 100 % marinierter Hähnchenbrust“, und der Multivitaminsaft trägt prominent das Fairtrade-Siegel.

Erst die Rückseite gibt Auskunft, dass das Fleisch „z.T. zerkleinert, mariniert, zusammengefügt“ wurde – dass es sich also um Formfleisch handelt – und der Saft nur zu 53 Prozent aus fairem Handel stammt.

Zudem sind Produktbezeichnungen für Verbraucher nicht immer verständlich und informativ. Dies gilt beispielsweise für Fleischerzeugnisse: Käufer können anhand der Verkehrsbezeichnung wie „Bierschinken“ oder „Salami“ häufig nicht erkennen, von welchen Tierarten das Fleisch zur Herstellung des Produkts stammt. Erst die Zutatenliste klärt darüber auf.

Viele Käufer lesen das Kleingedruckte aber erst nach dem Kauf – und ärgern sich, wenn sie auf Abbildungen und Produktnamen hereingefallen sind.

Lebensmittelklarheit.de fordert den Gesetzgeber auf, das Kennzeichnungsrecht entsprechend zu verbessern:

  1. Die gesetzlich verbindliche Verkehrsbezeichnung gehört auf die Vorderseite.
  2. Maßstab für die Bezeichnung muss das aktuelle Verbraucherverständnis sein.

(13.02.2013)

Stand: 
Mittwoch, Februar 13, 2013