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Kennzeichnung von Lebensmitteln oft missverständlich

© VRD - Fotolia.com

„Was drauf ist, muss auch drin sein“ – an dieser Erwartung messen viele Verbraucher die Produkte, die sie kaufen wollen. Gerade in diesem Grundsatz sehen sich aber viele immer wieder enttäuscht, was zahlreiche Produktmeldungen auf dem Portal Lebensmittelklarheit belegen.

Wie leicht die Angaben auf Lebensmittelverpackungen falsch zu deuten sind, zeigt die vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) beauftragte repräsentative Studie „Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln aus Sicht der Verbraucher“, deren Ergebnisbericht jetzt vorliegt.

Die im Januar 2013 veröffentlichte Studie ist Teil der begleitenden Verbraucherforschung zum Projekt „Lebensmittelklarheit“, das der vzbv und die Verbraucherzentralen gemeinsam betreiben. Die Agrifood Consulting GmbH hatte für die Studie insgesamt 1.021 Verbraucher zur Aufmachung von Lebensmitteln befragt. Das Ergebnis bestätigt, was die Verbrauchermeldungen im Internetportal Lebensmittelklarheit.de nahelegen: Die Konsumenten missverstehen die Angaben häufig und verlieren auch deshalb immer stärker das Vertrauen in die Lebensmittelindustrie.

Drei Viertel aller Verbraucher glauben, dass Verpackungsangaben die jeweiligen Produkte oft besser darstellen als sie tatsächlich sind. 72 Prozent befürchten, dass die Hersteller bei den Angaben tricksen. Und mehr als die Hälfte aller Verbraucher ärgern sich, dass wichtige Angaben nicht vorne auf der Verpackung stehen.

Ein zentrales Problem: Die Vielfalt an Siegeln und Labeln verwirrt viele Verbraucher, statt ihnen zu helfen. Was genau es bedeutet, wenn Produkte als „regional“ oder „frei von Geschmacksverstärkern“ beworben werden, ist ihnen oft unbekannt. Generell interpretieren viele Verbraucher solche Bezeichnungen wesentlich strenger als die Hersteller.

„Dieser Vertrauensverlust ist nicht nur für die Verbraucher ein gravierendes Problem, sondern auch für die Lebensmittelindustrie“, sagt vzbv-Vorstand Gerd Billen. „Die Hersteller müssen jetzt handeln und ihre Angaben klarer gestalten.“

Lebensmittelklarheit greift in den kommenden Wochen die Ergebnisse im Einzelnen auf und informiert, wie eine verbraucherfreundlichere Kennzeichnung aussehen sollte.

Quelle: Pressemitteilung des Verbraucherzentrale Bundesverbands vom 16.5.2013, Link siehe Randspalte

Letzte Änderung 
17. Mai 2013